San Francisco

Morgens gegen neun Uhr erwachten wir in unserer Absteige in San Francisco. Gebucht hatten wir ein Zimmer mit Frühstück. Da wir hier schon so einige „Continential Breakfasts“ erlebt haben waren wir auf alles gefasst, aber dies schlug dem Fass nochmal den Boden aus. Es gab Kaffe, wenn man diese wasserähnliche Flüssigkeit überhaupt Kaffee nennen kann, Hörnchen und Muffins aus der Großpackung von Wal-Mart. Und die Muffins waren schon aus. Auf Nachfrage hieß es:  Wieso? Es gibt doch noch Hörnchen! Diese schmeckten übrigens wie Pappe. Aber nagut wir sind hier nicht wegen des Frühstücks…

Gestärkt ging es dann ab an den Fishermans Wharf und an die Piers um evtl. noch ein Last-Minute-Ticket für Alcatraz zu ergaunern. Leider ohne Erfolg. Es war schon Mittlerweile Mittag und wir bekamen alle Hunger. Da kam uns die Boudin-Bakery ganz gelegen, eine riesige Bäckerei, die schon seit 1849 in San Francisco Brot backt. Eine witzige Sache sind die köstlichen Suppen serviert im Brotlaib. Ein Klassiker ist „Clam Chowder“, eine amerikanische Muschelsuppe, die vorzüglich schmeckte. Für die, die kein Fisch mögen gab es auch eine würzige Suppe mit Beef.

Nach der Suppe waren wir wieder voller Elan und Tatendrang und wollten nun unbedingt San Francisco erkunden. Wir entschieden uns für den Rest des Tages Fahrräder zu mieten und damit über die Golden Gate Brücke zu fahren bis nach Sausalito um dann mit der Fähre wieder nach San Francisco zurück zu shippern. Die Fahrt, wenn auch anstrengend, war ein unbeschreiblich tolles Erlebnis. Wir sahen die Brücke, die Bucht und die Skyline von San Francisco nun aus allen Perspektiven und durften die etwas Stressige Überfahrt am eigenen Körper erleben. Der Fahrradstreifen ist etwas eng und es fahren dort langsame Touristen über rasende Kuriere bis hin zu Radsportlern alle in beide Richtungen hinüber. Dies führt automatisch zu vielen Stresssituationen.

In Sausalito angekommen, fanden wir uns in einem schönen kleinen Städtchen mit Blick auf die Bucht von San Francisco wieder.  Wir stiegen in die Fähre und Reihten unsere Fahrräder zusammen mit hundert weiteren Fahrradfahrern auf der Fähre ein. Bei bestem Wetter und einer untergehenden Sonne, die sich direkt hinter der Golden Gate Bridge verabschiedete fuhren wir Richtung San Francisco. Wieder im Hotel angekommen wurde eine Pause eingelegt um dann im dunkeln und ohne Licht zum Fishermans Wharf zurück zu radeln. Das war schon Nervenkitzel.

Zu Fuß ging es dann in ein Restaurant, das Fishermans Grotto, da wir unbedingt Krabbe probieren wollten. Als Vorspeise gab es eine Krabbensuppe und als Hauptgang bekamen wir einen Nussknacker und einen Teller gefüllt mit Krabbenbeinen. Um an das leckere Fleisch zu kommen muss man hier viel arbeiten, aber es lohnt sich. Danach ließen wir den Abend ausklingen und tranken noch genau in der Happy Hour einen Cocktail im Applebees.

 

By Roman Gaus

Kommentar verfassen