Highway One

Etwas müde starteten wir in unseren siebten Tag. Wir waren in einem Dorf namens Garberville, 200 Meilen nördlich von San Franzisco. Vor uns lagen ewig viele Serpentinen darunter eine Strecke von 22 Meilen, die nur aus Serpentinen bestand. Dies hielt uns trotzdem nicht davon ab erst mal das Waldrose-Café anzusteuern um uns ein deftiges Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft und leckeren Omeletts zu gönnen.

Gestärkt wurden die kurvenreiche Strecke und die 22 Meilen Horrorstrecke gefahren und selbst die, die am wenigsten Probleme mit Serpentinenfahren hatten, mussten feststellen, dass es echt zu kurvig war.

An der Küste angekommen mussten wir anhalten um den wahnsinns Ausblick zu genießen und natürlich die flauen Mägen zu beruhigen.

So fuhren wir den Rest des Tages von einem Viewpoint zum nächsten die Route 1 direkt an der Küste entlang. Eine längere Pause führte uns direkt ans Wasser, wo wir mal wieder Seelöwen beobachten konnten. Der eine Seelöwe schien wohl ein dressierter zu sein, da er auf winken reagierte und zurückwinkte. Wir tauften ihn Robbie!

Gegen späten Nachmittag näherten wir uns der Großstadt San Francisco und der Verkehr wurde auch mit jeder Meile mehr. Die letzte Ausfahrt vor der Golden Gate Bridge führte uns zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Brücke und die Skyline von San Francisco im Hintergrund. Leider tummelten sich hier die Menschenmassen um die gleichen Fotos zu machen.

Über die legendäre Golden Gate Brücke ging es dann direkt in die Innenstadt und zu unserem Hotel.

Der Name „Americas Best Inn“ hielt natürlich nicht was er versprach aber die Zimmer waren sauber und für den Preis vollkommen in Ordnung.

Von den ersten Eindrücken begeistert ließen wir alles stehen und liegen und gingen zu Fuß an den Fishermans Wharf, das Zentrum des touristischen Treibens in San Francisco. Es ist quasi der Fischmarkt und die Reeperbahn in einem und eine Lokalität reiht sich an die nächste und gefühlt jeder zweite Tourist spricht hier deutsch.

Wir erkundeten den Pier 39 und die Touristeninformation, die aber schon geschlossen hatte.

Auf der Suche nach einem Restaurant und was Essbaren gingen wir dann ins Applebees, wo wir unseren Abend bei einem Steak und Cocktails ausklingen ließen. Der Rückweg ins Hotel wurde dann mit einem Taxi angetreten.

 

By Roman Gaus