Schlaflos in Seattle

Nach einer langen Nacht erwachten wir früh am Morgen. Nachdem wir ein äußerst zuckerhaltiges Frühstück zu uns genommen haben ging es direkt zur Space Needle wo wir uns einen Seattle-City-Pass holten.

Bei diesen Citypasses handelt es sich um Kombitikets für verschiedenste Attraktionen. Bei einigen Attraktionen muss man sich zwischen zwei entscheiden.

Die Space-Needle darf man in 24 Stunden bis zu zwei mal besuchen. Wir entschieden uns direkt hinauf zu fahren und ein zweites mal im dunkeln die Aussicht zu genießen.

Als Besucher Nummer 54430479 – …83 erwartete uns ein faszinierender, wenn auch wolkenbehangener Ausblick. Lange hielten wir es da oben aber nicht aus, denn es war leider kälter als am Vortag.

 

Bei der Fahrt nach unten erfuhren wir witzige Informationen über Smartphones und andere Geräte, die von Oben geworfen wurden.

 

Unten angekommen standen wir direkt am Eingang zum EMP-Museum und so blieb uns nichts anderes übrig als hinein zu marschieren. Das Museum ist ein Mix aus einer Ausstellung für Filmrequisiten und Geschichte zu den Musikern aus Seattle, wie Jimmy Hendrix und Kurt Kobain. Am besten hat uns dann der Bereich gefallen, wo man sich aktiv beschäftigen und Musikinstrumente nutzen darf.

Echt witzig war auch eine Scream-Booth, eine Photobooth die erst bei lautem Schreien auslößt.

 

Nach dem EMP nutzten wir auf Empfehlung die Monorail um in die Innenstadt zu kommen. Eine Bahn die wahrscheinlich nur für Touristen betrieben wird.

 

Downtown angekommen gönnten wir uns einen Kaffee von Starbucks, der erste Kaffee in Amerika der einigermaßen geschmeckt hat. Gestärkt ging es über den Marktplatz direkt an die Waterfront, eine Promenade mit mehreren Piers direkt am Wasser.

 

Zielsicher fanden wir unser nächstes Ziel, den Schalter für die Hafenrundfahrt. Die Wartezeit überbrückten wir damit uns mit Seattle- und Seehawks-Merchandise einzudecken.

 

Die Hafenrundfahrt war auf sehr informativ wenn auch kalt, verregnet und windig. Mit meinem frisch erworbenen Seehawks-Pullover fand ich sehr viele Freunde. Selbst ein Hafenmitarbeiter schrie laut aus seinem Kran „GO HAWKS!“

 

Nach der einstündigen Rundfahrt waren wir uns alle einig was essen zu gehen und so entschieden wir uns für ein Fischrestaurant, welches in der großen Markthalle war. Auch wenn nicht jeder Fisch mochte, gab die Karte so einiges Leckeres her.

Kurz vorm bezahlen informierten wir uns mithilfe von Google, wie das denn mit dem Trinkgeld in Amerika funktioniert, denn anders als in Deutschland geben die Amerikaner 15 – 20% Trinkgeld.

 

Vollgefressen ging es nochmal über den nun menschenleeren Markt und in das welterste Starbucks-Kaffee, in dem nochmal Souvenirs geshoppt wurden.

 

Im Hotel angekommen waren alle so geschafft vom Tag, dass wir fast den letzten geplanten Tagespunkt verschliefen. Trotzdem schafften wir es uns aus den Betten zu prügeln und wurden auf der Space Needle mit einem wirklich geilen Ausblick belohnt. Noch viel besser als am Tage.

Auf dem Rückweg deckten wir uns noch mit Budweiser und Snacks ein und wurden von einem heftigen Regen überrascht, sodass wir klatschnass im Hotel ankamen. What a day! Gute Nacht!

 

By Roman Gaus

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